Philipps Low Budget Winter Projekt
"Für alles andere gibt es Kreditkarte"

Codename: Calinka

    

Ziemlich fertige halbherzig reparierte ABER fahrbereite Karosse mit Tüv und 12!!! Kompletträdern einem Kumpel abschwatzen.
Als erstes fliegt die blöde Kofferaumabdeckung mit Erhöhung inkl Ersatzrad raus! Sonst passt ja nichts in den Kofferraum.
Abdeckung wird durch die flache Matte aus einem 96 Turbo ersetzt
Peinlichste Radkappen für Winterreifen auf Stahlfelgen, die man finden kann.
300 Watt Subwoofer (wirkt Rostlösend) vom Schwager abgegriffen.
Dezenter Heckspoiler in Wagenfarbe mit 3. Bremsleuchte
Münzhalter rausgesägt und durch BC Schalter ersetzt. Preis inklusive BC
Mittelkonsole mit der Rohrzange zerlegen und danach im Dunklen wieder zusammenbauen, weil man am nächsten Tag mit dem Auto fahren muss.

Schnitt. Nach kleineren Umbauten sind immer mehr Mängel und vorallem Rost zum vorscheingekommen.
Selbst für ein Low Cost Winterauto gab es viel zu viele optische Mängel.
Dazu jede Menge Durchrostungen an Seitenschwellern, Heckblechen, Radläufen und an den A-Säulen.
17 Jahre alte Stoßdämpfer und einige Undichtheiten stellen technische Mängel dar.
Für jede Werkstatt wäre es einfach ein wirtschaftlicher Totalschaden, für uns eine Herausforderung.
Mit Rückendeckung einiger Clubkameraden, habe ich beschlossen, Calinka praktisch neu aufzubauen.

Feststellen, dass der Bock viel zu viel Rost hat und vermutlich nicht mal mehr diesen Winter überlebt. Zum Heulen.
Das ist loser Rost aus den Schwellern.
Jetzt wird erstmal alles abgebaut!
Die Entscheidung den Calibra neu zu lackieren ist gefallen.
Front wird gereinigt und abgeschliffen.
Die Naht der Radläufe wieder freigelegt, damit ein richtiger Rostshcutz und richtige Spachtel aufgetragen werden kann.
Karin hat entschieden, dass wir keine Arbeit in die Seitenleisten stecken sollten.
ein paar Minuten später waren die Halter abgeflext, geglättet und verspachtelt.
Nachdem eine Spritzdüse beim Abbau zerbrach, haben wir ebenso kurzfirstig entschieden, die Düsen zu verlegen und die Löcher zu cleanen.
Fast voll!
Verspachtelt und grundiert. Dauert länger als das Schweißen selbst.
Spiegel abbauen.
Türgriffe ausbauen.
Ziemlich nackter Calibra.
Seitenleisten nochmals geglättet und grundiert.
Passgenaue Blechstücke werden auf Stoß in den sichtbaren Bereich der Schweller eingesetzt.
In der Zwischenzeit werden Unebenheiten aus der Haube entfernt.
Schweißarbeiten von Commo Hannes!
Schweißnähte werden vom Lackierer begutachtet.
Hannes findet auch überall noch Rost.
Neue Radläufe natürlich auf beiden Seiten.
Beide Seiten werden entrostet und neu grundiert.
Noch mehr opeltypische Rostlöcher.
Diesmal schweiße ich selbst. Verbrennungen durch Funkenflug inkl.
Durchrostungen auch in den vorderen Radhäusern.
Natürlich beidseitig.
Altes Blech wird entfernt und neues auf die Kante geschweißt.
Inzwischen sind die Federbeine ausgebaut.
die 17 Jahre alten Dämpfer müssen dringend erneuert werden
So sieht das Ferderbein entrostet aus.
So sah es vorher aus.
Die Farbe der Federbeine ist ziemlich kaputt.
Die Teile nebendran gehören übrigens zu einem B Kadett!
Ohne Haube und Scheinwerfer sieht es gar nicht mehr nach Calibra aus.
Die Bremssättel sehen auch schlimm aus. Bremsenstaub, Dreck und Fett aus den Antriebswellen sind teilweise eingebrannt.
Links Ausbauustand, rechts ordnetlich Sauber gemacht.
Etwas Dremelzubehör
Haube wird nass geschliffen und auf die Lackierung vorbereitet.
Inzwischen habe ich beide Sättel von Dreck und alter Farbe befreit und gereinigt. Etwas Bremsenreiniger.
Andre trägt erste Schicht auf.
Natürlich sehr gründlich!
Ohne Kotflügel sieht der Cali aus, wie auf dem Schrottplatz.
Noch mehr Rost, es hört nicht mehr auf.
Zum Glück obeflächlich.
Etwas Rostumwandler.
Kotflügel werden zum Lackieren vorbereitet.
Die Bremssättel werden in Speedgelb lackiert.
Die ersten Teile sind fertig.
Dunkle Flecken sind tatsächlich gewollt... sei gespannt wie es wohl damit weiter geht.
Während Andre die Karosserieteile professionel lackiert hat, habe ich die Bresmssättel fertig gepinselt. Speziallack für Bremssättel, Absoluter Luxus und übertriebene Detailarbeit bei einem Lowbudget Projekt.
25 Euro
Friedliche Szene nach einer Woche arbeit.
Federbein fertig zusammengebaut.
Federbein wieder eingebaut.
Scheiben sauber machen und abkleben.
Schweißnäte im nicht sichtbaren Bereich werden mit Karosseriemumpe abgedichtet.
Lackiervorbereitungen.
Cali steht wieder auf Rädern, um dem Unwetter zu entkommen.
Low Budget Projekte werden auch bei schlechtem Wetter lackiert.
Endlich geht es wieder sichtbar voran...
Das Immola-Gelb ist wirklich kräftig.
Grundieren und Lackieren!
Hm, jetzt ist es zwar gerade, sieht aber billig aus. da fehlt Kontrast.
Abkleben ist alles
Der Meister bei der Arbeit
So sieht es gleich profesionell aus.
Nachdem ich Löcher im Kofferaum zugeschweißt hatte(rot), konnte das Heck blau lackiert werden. Farbe war noch übrig.
Yapp nicht schlecht, aber irgendwie sieht der Übergang von Gelb nach Blau billig aus.
Der Silberstreif.... Lackierer mit Hähnchen und Pommes bestechen!
Bei der Gelegenheit die Bremssättel getauscht, da meine schönen gelben leider Bremsflüssigkeit verlieren. Grummel
Hier der direkte Vergleich
Kaputtes Radlager tauschen. Mit dem passenden Werkzeug kein Problem
Nach dem Zusammenbau immer schön neue Splinte einsetzen. Neue Kronenmuttern, Splinte und Überwurfsplinte an Radlager und Traggelenken:
Rechts und links Platz zum Schrauben.
Hier werden die Seitenschweller lackiert.
Auch die Front bekommt noch etwas Gelb.
Wie das wohl aussieht, wenn alles zusammengebaut ist?
Scheinwerfer werden mit neuen Relais eingebaut.
Das Licht strahlt wieder wieß wie 1991!
Tadaa! Der Cali ist ganzer Pracht.
Aber die Winterreifen sehen scheiße aus.
die "alten" Felgen von Stephan, geputzt und auf Glanz gebracht.
Die Seitenschweller sind fertig und können montiert werden.
Autos den Freunden vorführen!
Für ein Alltags-Winter-Zweitwagen nicht schelcht, oder?
Es fehlt noch eine Schicht Klarlack und hier und da ist noch etwas zu machen, aber alles in allem, ist der Wagen voll funktionstüchtig und fahrbereit.

Dabei muss man natürlich einiges bedenken:
  • Da ich die letzten vier Jahre bereits an diesem Calibra geschraubt habe, wußte ich nicht nur worauf ich mich einlasse, sondern habe natürlich auch einen Freundschaftspreis bekommen.
  • Da ich ja bereits einen Calibra fahre und hier und da Teile vom tunen über sind, hatte ich natürlich schon ein paar Ersatzteile für "null" Euro.
  • Durch 5 Jahre Calibra Club konnte ich auf eine Menge an KnowHow, Teilelieferanten und Hilfe zurückgreifen.
  • Werkzeug und vorallem Spezialwerkzeug war teilweise vorhanden oder konnte von Freunden kostenlos geliehen werden.
  • Einige der verwendeten Lacke (Zierstreifen, Blau) waren Reste, die wir ebenfalls kostenlos verwenden konnten

  • Die ursprünglich geplanten 3 Wochen wurden um das dreifache übertroffen, allerdings nur weil es zwischendurch nochmal Winter wurde. (Die Lackierung fand im Freien statt!)
    Ich denke das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen und rechtfertig den Arbeitsaufwand.

    Besonderer Dank gilt:

    • Stephan F. fürs Überlassen der Karosse und der Räder
    • Andre R. und seinen Helfern für viele Arbeitsstunden, des Schleifens und Lackierens.
    • Hannes L. für Schweißarbeiten, Radlagerwechsel und Bremsentauschen.
    • Timur H. und Uwe L. für das In-Car-Entertainment.
    • Marcus H. für schnelle Lieferung der Ersatzbremssättel zum spitzen Preis.
    • Thorsten K. für Ersatzteile.
    • Boris G. für Ersatzteile und fürs schnelle Zusammenbauen vor dem Treffen.
    • Karin R. für die viele Zeit die sie allein verbringen musste.
      Und für die Verpflegung des Lackierers und der Helfer.

    Alle Bilder Copyright by Philipp